Seemannsgarn und harte Fakten

Detailaufnahme des Aufbaus der ALEXANDER B. © Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum

Ein Besuch im Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum
 an der Unterelbe

Kehdingen, der Landstrich an der Unterelbe zwischen Stade und Freiburg, ist von stiller Schönheit. Das Land hinterm Deich mit seinen alten Bauernhöfen, Obstgärten und geheimnisvollen Mooren liegt genau da, wo man das letzte Mal vor der Mündung den großen Strom überqueren kann – an der Fährverbindung von Wischhafen nach Glückstadt. Wischhafen ist auch Standort des einzigartigen „Kehdinger Küstenschiffahrtsmuseums“. Nirgendwo sonst an der deutschen Nordseeküste erfährt man so viel über das Jahrhunderte alte Geschäft der Küstenschiffer, über ihren rauen Alltag, über Freud und Leid der Familien. Sehenswert ist schon das Gebäude: Ein historisches, denkmalgeschütztes Speicherhaus direkt am Deich des alten Hafens, einer Idylle mit Schafen und Traditionsseglern.

Die ständige Sammlung des Museums zeigt auf zwei Etagen originelle Exponate aus der Küstenschiffahrt. Regelmäßig wechselnde Gastausstellungen wie in diesem Jahr „Nicht von Pappe“ – aber aus Karton sind die Schiffsmodelle von Oliver Pelzer, oder über die „Werftzeit“ des Museumsschiffes „IRIS-JÖRG“ bereichern das Angebot. Highlight für alle Kinder ist die neue, preisgekrönte museumspädagogische Abteilung, hier kann man spielerisch die Küstenschifffahrt entdecken.

Doch nicht nur das Museum in dem traditionellen Speicherhaus spiegelt die Verbundenheit der Menschen mit der Seefahrt wider. Im Hafen liegt das Küstenmotorschiff Iris-Jörg (Baujahr 1956), das von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Museumsvereins mit viel Liebe und Engagement renoviert wird. Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der Küstenschifffahrt kann eine Fährfahrt auf der Elbefähre oder der Erwerb des Matrosenpatentes sein – auf Wunsch begleitet von Edgar Blank, Kapitän a.D., der unterhält die Gäste mit einer ordentlichen Portion Seemannsgarn von Elbe, Nord- und Ostsee.

Und was davon stimmt und was nicht… tja, das kann man ja zum Glück im Museum überprüfen.

Museum geöffnet.:
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 
von 10.00 – 12.00 u. 13.00 – 18.00 Uhr

Special in der Hauptsaison Juni bis September: Geöffnet täglich außer Montag!

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