Kabinettausstellung: Von der Lutherbibel zur Gaunergeschichte

Täglich bis zum 7. Juni 2015, im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Bücher für deutsche Einwanderer in Amerika 1728 – 1946. Auch wer mit leeren Händen auswandert, nimmt etwas mit: seine Sprache. Viele Deutsche wanderten seit Ende des 17. Jahrhunderts in die Neue Welt aus und siedelten sich insbesondere an der Ostküste Nordamerikas an. Sie hegten nicht nur den Wunsch, weiterhin in ihrer Heimatsprache zu sprechen, sondern diese auch zu lesen. Unter ihnen auch Christoph Sauer, der erste deutsche Verleger in den britischen Kolonien – und der erste, der eine Vollbibel in europäischer Sprache überhaupt druckte.

Die Kabinettausstellung widmet sich der Geschichte des deutsch-amerikanischen Verlagswesens: Von Sauers Bibel bis zu Nietzsches „Zarathustra“, von ABC-Büchlein für Kinder bis zum „Manifest der kommunistischen Partei“ – es gibt nicht viel, was zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert in den USA nicht verlegt oder nachgedruckt worden wäre. Anhand von Originaldrucken und Reproduktionen zeigt die Schau, wie die deutsche Sprache auf dem nordamerikanischen Kontinent heimisch wurde und Mitte des 20. Jahrhunderts wieder verschwand.

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