Qualität und Vielfalt

Thomas Gerken fördert das soziale Engagement

Tradition und Fortschritt schließen sich bei der Tischlerei Gerken in Kutenholz-Aspe nicht aus. Während sich die vierte Familiengeneration derzeit im ersten Ausbildungsjahr zum Tischler befindet, werden in der Werkstatt mit den neuesten Maschinen Möbel hergestellt. Dank dieses modernen Maschinenparks unter anderem mit einer fünf-Achs-gesteuerten CNC-Fräse und gut ausgebildeten Mitarbeitern kann die Tischlerei auch spezielle Aufträge erledigen, erklärt der Firmeninhaber Thomas Gerken: „Unser Spektrum ist sehr vielfältig. Unser Motto lautet Qualität und Vielfalt!“ 

Thomas Gerken

Planen, Fertigen und Montieren: Thomas Gerken (rechts) bespricht mit seinem Gesellen Mario Breuer einen Entwurf. Millimeterarbeit ist im Tischlerhandwerk gefragt.

Die Gesellen und Meister fertigen Einrichtungen unter anderem für Banken, Hotels und Museen. „Wir haben zum Beispiel die Ausstellungsmöbel für das Landesmuseum für Kunst und Kultur in Münster gebaut“, berichtet der Tischlermeister. Für den kürzlich neu gestalteten Schwedenspeicher in Stade lieferte die Tischlerei Gerken ebenfalls die Ausstellungsmöbel. Den Eingangsbereich und das Restaurant des Auswandererhauses in Bremerhaven kann die Tischlerei aus Kutenholz-Aspe ebenfalls  bei ihren Referenzen angeben. „Der Museumsbau nimmt bei uns immer weiter zu“, erklärt Thomas Gerken, der gleichzeitig betont: „Wir arbeiten aber auch für Privatkunden, bauen zum Beispiel individuelle Küchen oder auch jedes andere Möbel nach Kundenwünschen.“

Insgesamt 18 Mitarbeiter planen, fertigen und montieren für Privat- und Geschäftskunden. 80 Prozent der Aufträge werden in Hamburg erledigt. „Wir arbeiten in ganz Deutschland, auch wenn der Schwerpunkt auf Hamburg, Bremen und Oldenburg liegt“, beschreibt der Inhaber.

Vollkommen lokal ist hingegen das soziale Engagement von Thomas Gerken: Seit August 2009 fördert er den Sponsorenkreis des DRK-Kreisverbandes Stade. Der wiederum unterstützt Einrichtungen, Vereine und Projekte des Roten Kreuzes vor Ort. Uwe Lütjen, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes und ebenfalls Einwohner des 460-Seelen-Dorfes Aspe, hatte vor mehr als fünf Jahren Thomas Gerken für den Social Club gewonnen. „Der Sponsorenkreis hat mich gleich überzeugt. Das Geld ist da ordentlich angelegt“, erklärt der 50-Jährige. Mit den Mitgliedsbeiträgen könne effektiv und direkt den Menschen aus der Region geholfen werden. Der jährliche Bericht des Roten Kreuzes zeige, wie wichtig das Engagement der rund 100 Mitglieder sei. „Mir gefällt außerdem, dass wir dem Kreisverband auch Tipps geben können, wo der Sponsorenkreis sich einbringen sollte“, sagt der Tischlermeister. In der Regel übernimmt allerdings das DRK die Auswahl der Empfänger und die Zuteilung der Spenden.

Die Sponsoren kommen regelmäßig zu den traditionellen Treffen zusammen. Thomas Gerken ist meistens dabei, wenn es das Geschäft erlaubt – schlecht für das Geschäft ist die Teilnahme aber auch nicht. Denn die Mitglieder profitieren auf vielfältige Weise von den gemeinsamen Abenden, schließlich kommen dann zahlreiche Geschäftsleute und Firmeninhaber zusammen. „Der Sponsorenkreis hat gewiss auch einen betrieblichen Nutzen. Der soziale Aspekt steht aber im Vordergrund“, betont der 50-Jährige. Weil im Leben der Betrieb nicht nur im Vorder- sondern auch im Mittelpunkt steht, bleibt Thomas Gerken keine Zeit für weiteres soziales oder ehrenamtliches Engagement.

Abschrecken konnte dieses  Sohn Johannes, der im Frühjahr sein Abitur gemacht hat, nicht. Der 20-Jährige besucht derzeit die Berufsschule – es ist das erste Jahr der Tischlerlehre. Später möchte Johannes den Betrieb weiterführen. Damit wird dann die Tradition der Familie in vierter Generation weitergeführt. Angefangen hatte im Jahr 1921 der Großvater von Thomas Gerken im eigenen Wohnzimmer, das zur Werkstatt umfunktioniert wurde. Heute erstreckt sich die Werkstatt auf rund 1200 Quadratmetern: Das spiegelt den räumlichen, technischen und personellen Fortschritt in der gelebten Tradition wider.

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