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Im Gespräch: Du, Herr Lampio

… wir haben da mal eine Frage: Wie ist es so, als Solokünstler in der Heimatstadt Stade beim Hanse Song Festival aufzutreten?

Julia Balzer im Gespräch mit Niko Lampio, der sich selbst nicht so wichtig nimmt und seine Songs augenzwinkernd, mit Leichtigkeit, einer großen Portion Liebe und nicht immer ernstgemeint, aber stets mit großem Unterhaltungswert herüberbringt.

Zuallererst die Frage: Freust du dich, beim Hanse Song Festival dabei zu sein?

Ja klar, ich freue mich sehr! In seiner Heimat bei einem so großartigen Event dabei zu sein – das ist Freude pur. Das Format des HSF ist deshalb so besonders, weil sowohl Newcomer als auch etablierte Singer-/Songwriter an ungewöhnlichen Spielstätten und vor wunderbarer Kulisse eine tolle Plattform bekommen, ihre handgemachte und ehrliche Musik zu präsentieren. Wo kommt man Musikern so nah wie hier? Ein echtes Muss für Musikliebhaber. Wir werden mit einer Dreier-Besatzung im Landgericht spielen, eine intime face-to-face Atmosphäre ist garantiert…

Worauf kann sich das Publikum freuen?

Auf eigens komponierte Musik und Texte aus meinem Programm „Du, Herr Lampio…“ –
Geschichten aus meinem Leben. Es sind allerdings auch Geschichten, die sich im Leben vieler anderer Menschen wiederfinden, alltägliche, traurige und welche, über die man nachdenkt. Geschichten, die von Liebe und Sehnsucht handeln und manchmal auch mit einer Portion Ironie garniert sind. Jeder darf die Songs so interpretieren, wie er möchte. Manchmal erzähle ich auch, wie ich auf den Song gekommen bin oder was mich dazu bewogen hat – Story-telling zwischen den Songs, auch darauf freue ich mich.

Wie entsteht deine Musik? Erst der Text, also die Geschichte, oder erst die Musik?

Das läuft bei mir tatsächlich Hand in Hand, also gleichzeitig ab. Das Schöne dabei ist, dass man einen richtig guten Song sofort fühlt – entweder anhand der Textzeile oder eines einzelnen Akkords. Der Song kommt zu dir, klopft an deine Seele und lässt dich nicht mehr los. Wenn dieses Gefühl da ist, weißt du, dass du dranbleiben musst, dass es etwas Gutes wird.

Der Song kommt zu dir, klopft an deine Seele und lässt dich nicht mehr los. Wenn dieses Gefühl da ist, weißt du, dass du dranbleiben musst, dass es etwas Gutes wird.

Stimmt es, dass du deine Songs am Küchentisch schreibst?

Ja, das stimmt tatsächlich. Meistens tue ich das, gern am Sonntag. Hier bin ich inmitten des Lebens, bei meiner Familie und in einer Stimmung und Umgebung, wo ich einen guten Blick auf’s Leben habe. Hier entstehen die Songs über die Höhen und Tiefen des Lebens…

Verarbeitest du Dinge in deinen Songs?

Das kann man so sagen. Irgendwie habe ich mein ganzes Leben in Liedern verarbeitet. Das Leben mit mir, meiner Familie, bei der Arbeit, in der Freizeit. Musik machen ist ein wenig wie eine Therapie, die die Dinge im zwischenmenschlichen Bereich beleuchtet. In meinem Song „Pass auf“ geht es zum Beispiel um die Belastung im Arbeitsleben, darum wie es sich anfühlt, wenn man nicht auf sich aufpasst. Ein Thema, über das auch andere ein Lied singen könnten…

Euer Auftritt am 27. April wird aber nicht melancholisch?

Ein bisschen Melancholie gehört in jeden guten Song. Aber wie gesagt, jeder hat seine eigene Interpretation für meine Songs und es gibt genügend Geschichten, über die geschmunzelt werden kann. Bei jedem Auftritt nimmt Spontanität und Kreativität einen großen Raum ein; Songs können dann auch während des Spielens eine Wendung nehmen. Dabei spielt natürlich die Schwingung des Publikums eine große Rolle. Wir freuen uns darauf!

Vielen Dank für das Gespräch!

8. HANSESONGFESTIVAL
AM 27. APRIL 2019
AB 17 UHR IN STADE
22 KÜNSTLER AUF 7 BÜHNEN

Zum achten Mal präsentiert das Hanse Song Festival Künstler vom Newcomer bis zu bekannten Bands, Singern und Songwritern, die in außergewöhnlichen Locations Musik vor großartiger Kulisse und kleinem Publikum machen.

Zu den Spielstätten gehören die beiden Stader Kirchen St. Cosmae und St. Wilhadi, der Königsmarcksaal im Historischen Rathaus, die Seminarturnhalle, der Schwedenspeicher und das Landgericht Stade. Der Alte Schlachthof bildet gleichzeitig die Location für die After-Show Party.
Veranstalter ist die STADE Marketing und Tourismus GmbH.

Moritz Krämer, Erdmöbel, Nisse, Sam Vance-Law, Hanne Hukkelberg, Violetta Zironi, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, International Music, Barbara Morgenstern, Lilly Among Clouds, Honig, Deniz Jaspersen, Pieter de Graaf, Timo Blunck, Tristan Brusch, JuJu Rogers, Gemma Ray, Jon Flemming Olsen, Downpilot, Burkini Beach, Choir Division, Du Herr Lampio

Tickets für das Hanse Song Festival kosten in der Tourist-Information am Hafen (Tel. 04141 77698-0) in Stade 42,90 EUR (inkl. VVK-Gebühren).
Weitere Infos zu allen Künstlern und weitere Vorverkaufsstellen unter www.hansesongfestival.de.