Vor der Elphi noch kurz nach Stade… zum Hanse Song Festival

Das Stader Hanse Song Festival am 28. April 2018 bietet bereits zum siebten Mal Künstlern aus den Bereichen Indie/Folk/Pop außergewöhnliche Spielstätten, um sich zu präsentieren und viele Musikfans aus Nah und Fern zu begeistern. Vom Newcomer bis zur etablierten Szenegröße ist alles dabei, um an diesem Abend die Stader Altstadt zu einer großartigen Festival Location zu machen.

Als sogenannter Headliner ist die Band „Element of Crime“ um Sänger und Songwriter Sven Regener dabei, der die Band 1985 mit Jakob Ilja, Uwe Bauer, Jürgen Fabritius und Paul Lukas in Berlin gegründet hat. Die letzten drei Alben sind in den Top 3 der Albumcharts gelandet. Sven Regener ist auch als Autor von mehreren erfolgreichen Romanen (u.a. „Herr Lehmann“) bekannt. Bevor die Band im Mai eine ausverkaufte Show in der Elbphilharmonie spielt, tritt sie im Rahmen des Hanse Song Festivals im Alten Schlachthof auf. Im Gespräch mit Julia Balzer verrät er, warum er dieses Format schätzt.

Herr Regener, bevor Element of Crime im Mai in der Elbphilharmonie auftritt, spielen Sie in Stade. Warum?
Warum nicht? Es ist doch ein tolles, interessantes Festival! Das Elbphilharmonie-Ding war sofort ausverkauft, insofern kommt sich da auch nichts in die Quere. Und man sollte nicht immer nur ans Geld denken…

Was macht Formate wie das Hanse Song Festival momentan so erfolgreich?
Nun ja, eigentlich sind ja alle Festivals und überhaupt alle Konzerte erfolgreich. Die Leute lieben Musik, das war so, ist so und bleibt so. Festivals haben natürlich, egal ob in der Musik, der Literatur oder beim Film, noch eine zusätzliche Komponente, indem sie ganz viel auf einmal stattfinden lassen, das hat sowas Vielfraßhaftes, so bingewatchingmäßig, das ist irgendwie extratoll.

Was können die Besucher von Ihrem Programm erwarten, spielen Sie auch alte Songs?
Ja klar, alte, neue, ganz neue, alles andere, also zum Beispiel grundsätzlich nur die allerneusten Songs zu spielen, wäre ja auch ziemlich dogmatisch und verbohrt.

Sie sind auch Songwriter. Ist erst die Musik da oder erst der Text?
Bei uns ist immer zuerst die Musik da, der Text kommt später. Das ist im Rock ‚n‘ Roll eigentlich der Normalfall, vor allem bei Bands, weil das Songschreiben bei ihnen ein kollektiver Prozess ist. Man kann ja viel leichter eine Musik zusammen entwickeln als zusammen einen Text vertonen. Die Texte kommen deshalb immer erst am Schluss dazu.

Seit Mitte der 80er Jahre machen Sie deutschsprachige Musik. Hat sich die Musik von Element of Crime verändert und behandeln die Texte andere Themen?
Das kann ich als Insider schlecht beurteilen. Für mich ist jedes neue Lied anders. Themen haben und hatten wir immer viele. Es gibt natürlich ein Spannungsfeld zwischen der Unverwechselbarkeit des Stils einer Band einerseits und ihrem Drang nach Innovation andererseits. Aber bei Element of Crime ergeben sich da weder große Konflikte noch panisches Zerren am stilistischen Ruder, das bringt ja auch nichts.

Woher nehmen Sie nach so vielen Jahren als Singer, Songwriter und Buchautor die Inspiration für neue Projekte?
Da sind immer noch neue Songs zu schreiben, es muss immer weitergehen. Keine Ahnung warum, aber so ist es. Es hat wohl etwas mit Liebe zu tun.

Veranstalter: STADE Marketing und Tourismus GmbH
Wann: 28.04.2018 – 17:00 Uhr
Tickets: 36 Euro zzgl. Gebühren unter www.hansesongfestival.de oder www.stadeum.de und in der Tourist-Information am Hafen in der Hansestr. 16 oder telefonisch unter 04141 77 698-0

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