Noch mehr Service beim Hausnotruf

Der Hausnotruf des DRK-Kreisverbandes Stade bietet jetzt noch mehr Service. Ein Bereitschaftsdienst steht nun rund um die Uhr zur Stelle, wenn Kunden Hilfe benötigen. Zusätzlich zu dem bestehenden Hausnotrufsystem kann seit dem 1. März dieses Jahres ein Schlüssel sicher beim DRK hinterlegt werden.

nd_Hausnotruf2

Ein Jahr lang hat Nils Günther an dem neuen Service des Hausnotrufes gearbeitet. Jetzt können Kunden einen Schlüssel beim DRK sicher hinterlegen, damit im Ernstfall Rot-Kreuz-Mitarbeiter Hilfe leisten können.

„Das ist eine große Erleichterung für Menschen, die zum Beispiel keine Angehörigen vor Ort haben“, erklärt Nils Günther, der beim DRK-Kreisverband Stade unter anderem für den Hausnotruf verantwortlich ist. Zuvor konnte das Rote Kreuz diesen Personen den Service nicht anbieten.

Die Vorteile des neuen Angebots sind enorm. Denn nun könne jeder die Sicherheit des Hausnotrufes in den eigenen vier Wänden nutzen, so der Fachmann weiter: „Gibt es keine Angehörigen oder wohnen diese weit weg, fehlt es an vertrauenswürdigen Nachbarn, dann bietet der erweiterte Hausnotruf schnelle Hilfe rund um die Uhr.“ Der Bereitschaftsdienst ist stets erreichbar. Die Kunden wiederum bewahren ihre Selbstständigkeit in ihrer vertrauten Umgebung. Gleichzeitig werden Angehörige entlastet.

Die Vorzüge des Hausnotrufsystems kennen die mehr als 650 Kunden im Landkreis Stade bereits. Sie können selbstverständlich ebenfalls das neue Angebot in Anspruch nehmen. Für sie wird dann in einem persönlichen Gespräch ein neuer Alarmierungsplan erstellt und ein neuer Vertrag abgeschlossen.  „Derzeit sind unsere Mitarbeiter unterwegs, um die Kunden zu beraten und Schlüssel einzusammeln“, berichtet Nils Günther über die Beratungen mit bisherigen sowie neuen Kunden. Dafür sowie für den Bereitschaftsdienst hat das Rote Kreuz neue Mitarbeiter eingestellt.

Die Handhabung des Hausnotrufes ist sehr einfach – auch in kritischen Situationen kann nichts falsch gemacht werden. Durch nur einen Tastendruck auf dem schnurlosen Sender, der wie eine Kette umgehängt oder als Armband getragen wird,  besteht sofort eine Sprechverbindung mit der Hausnotrufzentrale. Der Rotkreuz-Mitarbeiter in der Hausnotrufzentrale hat durch den Notruf sofort alle nötigen Angaben auf seinem Computermonitor, um schnell und gezielt helfen zu können. Je nach Situation und Wunsch werden Angehörige, Nachbarn, der Hausarzt, Rettungsdienst oder jetzt eben auch neu der DRK-Bereitschaftsdienst alarmiert.

Die Preise für die Sicherheit zu Hause sind moderat und abhängig vom Sicherheitspaket sowie der Pflegestufe. Wenn kein Schlüssel beim Roten Kreuz hinterlegt wird, dann bleibt die Gebühr konstant. Soll ein Schlüssel verwahrt werden, gibt es zwei verschiedene Pakete. Beim Sicherheistpaket I steht der DRK-Bereitschaftsdienst an vierter Stelle in der Reihenfolge des Alarmierungsplanes. Beim Sicherheitspaket II steht der DRK-Bereitschaftsdienst an erster bis dritter Stelle des Alarmierungsplanes. Gebühren für mögliche Einsätze der DRK-Bereitschaft oder Wartungen des Gerätes fallen nicht an.

Entwickelt hat diesen neuen Service Nils Günther in Zusammenarbeit mit Uwe Lütjen, dem stellvertretenden Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Stade. Rund ein Jahr lang entwickelten, planten und setzen die beiden die Erweiterung des Hausnotrufes um.

Einige Herausforderungen mussten die Verantwortlichen dabei meistern. So musste festgelegt werden, wie schnell ein Mitarbeiter der DRK-Bereitschaft nach einem Notruf beim Kunden sein soll. „Wir hatten zunächst den Gedanken, bei jedem Kunden in 15 Minuten zu sein – analog zum Rettungsdienst“, sagt Nils Günther. „Das ist allerdings nicht die Aufgabe des Hausnotruf-Bereitschaftsdienstes, sondern bleibt dem Rettungsdienst vorbehalten.“ Ist also ersichtlich, dass es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelt, dann wird immer der Rettungsdienst alarmiert. Im absoluten Ernstfall wird sich dann der Rettungsdienst trotz Schlüsselhinterlegung gewaltsam Zugang zur Wohnung verschaffen – so wie es bisher gehandhabt wurde. Aber das ist und bleibt der Ausnahmefall.

„Wir haben uns als Ziel gesetzt, bei jedem Kunden innerhalb von einer halben bis dreiviertel Stunde zu sein. Das ist für die meisten Notrufe vollkommend ausreichend“, erklärt der Fachmann. „Immer mit dem Hintergedanken, ohne Hausnotrufsystem würde niemand kommen.“

Bei Fragen und Anregungen steht Nils Günther vom DRK-Kreisverband zur Verfügung.

Er ist unter der Telefonnummer 04144 / 235100
sowie per E-Mail unter hausnotruf@kv-stade.drk.de erreichbar.

Weitere Informationen gibt es außerdem im Internet unter
www.mehr-als-blaulicht.de/hausnotruf

Das könnte Dich auch interessieren...