((( Alter Schlachthof ))) Jugendfreizeitstätte Stade

In Stade ist sie eine fest etablierte Institution: Die Jugendfreizeitstätte „Alter Schlachthof“. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot bietet sie seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Während Kinder und Jugendliche hier Freizeitangebote wahrnehmen können, kennen und schätzen Erwachsene den Alten Schlachthof als Veranstaltungsort, in dem Bands auftreten und Partys gefeiert werden. Darüber hinaus hat auch das Team der Stadtjugendpflege hier seinen Sitz. Von hier werden die zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren geplant und organisiert und die Jugendarbeit koordiniert. Jetzt hat sich das Team der Stadtjugendpflege etwas Neues ausgedacht. Ein Gespräch mit Dr. Andreas Schäfer, Fachbereichsleiter Kultur und Soziales der Hansestadt Stade.

Herr Dr. Schäfer, zunächst Allgemein: Was macht die Arbeit der Stadtjugendpflege aus?
Die Arbeit der Stadtjugendpflege ist sehr vielfältig. Zum einen bieten die Stadtjugendpfleger ein buntes Programm an Freizeitaktivitäten an. Vom Basteln, Spielen, musischen und kreativen Aktionen, Ausflügen, Kursangeboten, Freizeiten bis hin zu sportlichen Aktivitäten ist alles dabei. So haben wir beispielsweise auch Kiddy-Discos, Flohmärkte, Konzerte, Yu-Gi-Oh-Turniere und Kochaktionen im Alten Schlachthof veranstaltet. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen können ganz unverbindlich an den Programmen teilnehmen können. Unsere Angebote sollen ergänzen – keine Pflichtaufgabe sein. Darüber hinaus ist natürlich auch die pädagogische Begleitung der Jugendlichen ein Schwerpunkt der Stadtjugendpflege.

Wie sieht es mit dem Ferienspaß aus?
Der Ferienspaß ist aus dem Angebot der Stadtjugendpflege nicht mehr wegzudenken. Dieses Jahr konnten wir über drei Wochen ein wirklich tolles Programm für die Kinder und Jugendlichen anbieten, die in den Ferien vielleicht nicht die Möglichkeit haben wegzufahren. Im Ferienspaß gab es 100 Angebote; die alle nahezu ausgebucht waren. Insgesamt nahmen rund 700 Kinder im Alter von 6-17 Jahren teil. Mit im Programm waren dabei viele kreative Angebote im Schlachthof, aber auch Theatersport, ein Tanzworkshop, Spaßolympiaden, Sportturniere und natürlich viele Ausflüge.

Werden die Angebote wahrgenommen?
Ja, die Kinder und Jugendlichen kommen gerne zu uns. Sie wissen, dass sie hier willkommen sind und sie einfach sie selbst sein können. Die Stadtjugendpfleger haben immer ein offenes Ohr für ihre Probleme, Sorgen und Gedanken. Dabei haben wir speziell für Mädchen und junge Frauen ein extra Angebot: Mit der Arbeit unserer Mädchenpädagogin erhalten sie einen eigenen Raum, in dem sie geschlechtsbezogene Themen ansprechen, Erfahrungen austauschen und Handlungsweisen aus ihrem Alltag geschützt aufarbeiten können. Darüber hinaus findet eine eigene Angebotsplanung im Rahmen der Mädchenarbeit statt, die Ferienfahrten, Kurse und Projekte umfasst.

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Gibt es neben dem Alten Schlachthof noch weitere Einrichtungen in der Stadt?
Ja, wir bieten die Offene Jugendarbeit in Jugendhaus Altländer Viertel, in den Jugendhäusern Haddorf, Hahle, Wiepenkathen, Bützfleth und auf dem Bauspielplatz Altländer Viertel an. Die Arbeit in den Jugendeinrichtungen zeichnet ein vielfältiges, auf unterschiedliche pädagogische Anforderungen ausgerichtetes Programm aus, das der Freizeitstrukturierung von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Stadtteilen dient. Diese sogenannte dezentrale Jugendarbeit liegt uns in der Alltagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen, da sie für alle leicht zugänglich und somit ganz nah an den Besuchern und Besucherinnen ist.

Was planen Sie Neues?
Wir werden im Alten Schlachthof ein Jugendcafé einrichten. Mit dem Café möchten wir Jugendlichen ab 12 Jahren einen Ort bieten, an dem sie sich mit Freunden treffen und ihre Freizeit verbringen können. Dabei liegt das Augenmerk vor allem auf den Schülern und Schülerinnen der umliegenden Schulen, die nachmittags einen Ort bekommen, an dem sie in zwangloser Atmosphäre Musik hören, Computer- und Gesellschaftsspiele spielen und damit einen Ort für sich allein haben. Und natürlich kann man hier auch für wenig Geld etwas essen und trinken.

Wann geht’s damit los?
Wir planen derzeit, dass es nach den Herbstferien im Oktober losgehen soll. Danach ist das Café jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr für die Jugendlichen geöffnet. Unterstützt werden wir dabei von vielen ehrenamtlichen Jugendleitern, die für unsere Arbeit ganz besonders wichtig sind. Dazu bilden wir einmal im Jahr auf einer Jugendleiterschulung im Herbst ständig engagierte junge Menschen zu Jugendleitern aus.

Jetzt haben wir viel von Ihnen über den „Alten Schlachthof“ als Jugendfreizeitstätte gehört. Wie sehen denn die Veranstaltungsplanungen für Erwachsene aus?
Seit 2015 organisieren Kulturbereich und Stadtjugendpflege gemeinsame Partys und Konzerte im Alten Schlachthof. Neben Tanzveranstaltungen mit Hiphop-, Gothik- und 80s/90s-Musik fanden auch Konzerte von bekannten Künstlern wie „Schnipo Schranke“, „Klaus Johann Grobe“, „Odeville“ oder „HGich.T“ im Alten Schlachthof statt. Für jeden Geschmack war also etwas dabei. Für 2017 planen wir eine neue Reihe unter dem Motto „Schlachthof Party“, die das Beste aus 50 Jahren Musik vereinen soll. Vor allem die besondere Atmosphäre im Alten Schlachthof ist eine gute Kulisse für die Veranstaltungen, die junge Leute in Stade ansprechen soll.

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