Austauschpflicht für alte Heizkessel – Neue Ölheizungen dürfen ab 2020 nicht mehr eingebaut werden

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) legt die energetischen Anforderungen an beheizte oder klimatisierte Gebäude fest. Sie gilt sowohl für alte als auch neue Häuser und regelt unter anderem die Austauschpflicht für alte Öl- und Erdgasheizungen.

Sofern die Anlage älter als 30 Jahre ist und nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basiert, muss ein Austausch erfolgen. Nach der aktuellen Verordnung muss eine neue Anlage auch dann installiert werden, wenn nur bestimmte Komponenten, wie zum Beispiel der Brenner, zwischenzeitlich ersetzt wurde. 

Nach Angaben des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.) sind die Deutschen grundsätzlich zufrieden mit ihrer Heizung. Mit Öl betriebene Heizungen und Nachtspeicherheizungen werden jedoch kritischer beurteilt als die übrigen Systeme. In Anbetracht der Klimaziele, welche erreicht werden sollen, müssen Modernisierungen im Wärmemarkt vorangetrieben werden. Das Klimapaket der Bundesregierung sieht vor, dass ab 2020 keine neuen Ölkessel mehr eingebaut werden dürfen. Ausnahmen gibt es zum Beispiel, wenn eine zusätzliche Solaranlage mit installiert wird.

Wärme-Direkt-Service

Die Stadtwerke Stade bieten seit vielen Jahren mit dem Wärme-Direkt-Service (WDS) den Austausch der alten Anlagen gegen eine neue modernere und energieeinsparende Heizungsanlage an und übernehmen von der Installation bis zur Wartung alle anfallenden Kosten mit jeglichen Serviceleistungen. Was viele Kunden nicht wissen: Der Wärme-Direkt-Service der Stadtwerke Stade beinhaltet verschiedene Versorgungsmöglichkeiten, die den neuesten technischen und klimaschutzrelevanten Anforderungen entsprechen.

StadeStromWärmePumpe

Eine günstige und ressourcenschonende Alternative

Wärmepumpen senken erheblich die Heizkosten und sind zudem umweltschonend. 

Es gibt verschiedene Arten der Wärmepumpentechnik. In dieser Ausgabe wird die Erdwärmepumpe näher betrachtet. Bei der Erdwärmepumpe wird die im Erdreich gespeicherte Energie zum Heizen genutzt.

Bei der oberflächennahen Geothermie wird zwischen geschlossenen (Erdwärme-Kollektoren, Erdwärme-Sonden) und offenen Systemen (Brunnensysteme) unterschieden.

Fast die Hälfte aller Wohnungen werden mit Erdgas versorgt: In den letzten zehn Jahren ist in Deutschland in ca. 530.000* Wohnungen vom Energieträger Heizöl zu Erdgas gewechselt worden. Damit gehört Erdgas nunmehr zum Energieträger Nummer 1 in Deutschland.

Es funktioniert ganz einfach: Ein Kühlschrank arbeitet nach dem gleichen Prinzip, nur umgekehrt. Beim Kühlschrank wird innen gekühlt und außen geheizt, bei der Erdwärmepumpe wird ein Kondensator nicht zum Kühlen, sondern zum Heizen genutzt. Dabei wird zwischen der Erdwärme mit einer Fläche von Kollektoren in der Nähe der Oberfläche und der Erdwärmesonde aus größerer Tiefe (etwa 100m) unterschieden. Das Prinzip ist hierbei identisch. Die Erde erwärmt die in der Erde liegenden Kollektoren bzw. Erdwärmesonde. Diese Wärme wird von der Flüssigkeit getrennt und durch die Wärmepumpe entzogen und mit einem Verdichter auf ein höheres Wärmeniveau verdichtet. Anschließend wird die Wärme gespeichert und steht zum Heizen einer Fußbodenheizung oder Warmwasseraufbereitung zur Verfügung.

Einige Vorteile sind unter anderem:

  • weniger CO2-Emissionen
  • niedriger Energieverbrauch
  • gute Energiebilanz mit Fußboden-/Wandheizung
  • langlebiger und wartungsarmer Betrieb
  • kombinierbar mit Photovoltaik und Solarkollektoren für Warmwasser
  • staatliche Förderungsmöglichkeiten für Modernisierer
  • unabhängiger von fossilen Brennstoffen
  • kein Schornstein
  • keine Brennstoffbevorratung
  • geringer Platzbedarf im Haus oder Keller
  • alte Heizungsanlage kann evtl. weiter genutzt werden (bivalenter Betrieb)

Weitere Informationen und Preise zum Wärme-Direkt-Service mit Wärmepumpe erhalten Sie hier:

Stadtwerke Stade GmbH
Hansestraße 1821682 Stade
Telefon (04141) 404 – 445
energie@stadtwerke-stade.de