„Riechen, schmecken, fühlen. Kurz: Stade erleben“

Das ist der Wunsch der Arbeitsgemeinschaft der Stader Kaufleute „Stade aktuell“. Sie sorgt seit 46 Jahren dafür, dass sich die Hansestadt in Punkto Attraktivität stetig weiterentwickelt. Nach der geplanten Auflösung der Veranstaltungs-GmbH stellen sich viele Bürgerinnen und Bürger, Kaufleute und Ehrenamtliche die Frage, welche Aufgaben der Verein in Zukunft übernimmt. Der erste Vorsitzende Wolfgang Drusell und Mitgliedswart Thomas Schomaker geben im Gespräch mit Julia Balzer Antworten.

„Wir wollen die Stadt weiterhin unterstützen – und das ist keine Kakophonie“, sagt Thomas Schomaker und weiß, dass die Hansestadt Stade dankbar ist für dieses Versprechen.

Es ist ein Faustpfand, das die Stadt seit Jahren in den Händen hält und es wäre unklug, es loszulassen. Eine Arbeitsgemeinschaft wie „Stade aktuell“ lebt von kleinen und großen Akteuren und insbesondere die kleinen sind es, die die Arbeit so wertvoll machen. Ein Beispiel: Beim jährlich stattfindenden Shantychor-Festival treten 18 Chöre auf; sie alle reisen mit Anhang an und locken tausende Gäste in die Stadt. Für diese logistische Herausforderung gibt es unter anderem einen Ehrenamtlichen von „Stade aktuell“, der die anreisenden Busse auf dem Parkplatz einweist, die Gäste begrüßt und dafür sorgt, dass die Instrumente sicher untergebracht werden. Das macht der rührige 80- jährige schon seit vielen Jahren und es ist nicht die einzige Aufgabe im Jahr, die er als Ehrenamtlicher für „Stade aktuell“ übernimmt. Wie wertvoll diese Arbeit ist, zeigt nicht nur der reibungslose Ablauf dieses Events, sondern dieser Ehrenamtliche ist einer der Gründe, weshalb die Shantychöre so gern nach Stade kommen. Man kennt ihn und er weiß aus praktischer Erfahrung, wie man die Veranstaltung optimal betreut. Es ist eine von den 1000 Kleinigkeiten, die die Aktiven von „Stade aktuell“ so unersetzlich machen.

Die Übernahme der großen Events durch die „STADE Marketing und Tourismus GmbH“ schafft Zeit und Platz für die Beackerung neuer Felder durch die Ehrenamtlichen. Es geht zum einen um die Gewinnung weiterer Mitglieder, die sich für die Innenstadt stark machen. Zum anderen geht es darum, Kaufleute dafür zu gewinnen, durch aktive Mitarbeit eine vielschichtige Interessensvertretung idealerweise für die gesamte Innenstadt zu bilden. Verantwortung soll auf mehreren Schultern verteilt werden. Mit so einer gestärkten Basis könnten gegenüber Dritten noch besser die Interessen vertreten werden.
Außerdem trotzt man damit dem zunehmenden Online-Handel und lockt Kunden von der grünen Wiese in die Innenstadt. „Das Einkaufen muss ein Erlebnis sein“, ist Wolfgang Drusell überzeugt. Und dafür brauche es eine starke Innenstadt-Gemeinschaft – auch abseits der Einzelhändler.

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